Baugrund-Gutachten

Baugrund-Risiko:

  • Jeder Bauherr trägt das Risiko, dass an seinem Neubau oder an Nachbargebäuden Schäden auftreten oder Personen beeinträchtigt werden. Diese Schäden und Beeinträchtigungen können vielfältige Ursachen haben:
  • Überbauung wenig tragfähiger Schichten: Torf, weicher Lehm, Altablagerungen, u.a.
  • Instabilitäten des Baugrunds: Rutschung, Erdfall, Schwellen, Schrumpfen
  • nicht standsichere Baugrundböschungen
  • fehlerhafte Gründungen infolge unzulässiger Setzung, Sackung, Senkung, Schiefstellung oder Grundbruch
  • unwirtschaftliche Gründung
  • ungenügende Berücksichtigung von Sicker- und Grundwasser oder Schadstoffen (BBodSchG)
  • fehlende Sicherung bestehender Gebäude, z.B. durch Unterfangung

Pflicht zur Baugrunderkundung:

  • Eine Pflicht zur Baugrunderkundung besteht nach:
  • den Landesbauordnungen
  • der Verdingungsordnung für Bauleistungen (Teil A, § 9, Ziff. 3, Abs. 3)
  • Bundesbodenschutz-Gesetz § 4, § 9
  • den von den Ländern baurechtlich eingeführten Normen, z.B. DIN 1054, in der exakte Anforderungen an den Untersuchungsaufwand gestellt werden (vgl. auch DIN 4020)

Mit Hilfe dieser Angaben wird ein Baugrundgutachten erstellt.

Durch bodenmechanische Versuche im Feld und an ausgewählten Proben im Labor werden charakteristische Bodenkennwerte ermittelt, die zu einem Baugrundmodell führen, das Grundlage der Gründungsberatung ist.

Vorteile:

Ein Baugrund- und Gründungsgutachten

  • gibt dem Bauherrn Planungssicherheit
  • verhindert baugrundbedingte Baustillstände
  • ermöglicht eine sichere und wirtschaftliche Gründung
  • erspart in der Regel mehr als es kostet

 

Quelle: BDG – Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.: Flyer: „Baugrundgutachten sind immer die richtige Entscheidung – Informationen für Bauherren“.